Anmeldezahlen der weiterführenden Schulen Karl-Kisters-Realschule Joseph-Beuys-Gesamtschule Gesamtschule am Forstgarten Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Konrad-Adenauer-Gymnasium      Insgesamt  
Gesamtschule in Rindern fehlen Schüler
Großer Gewinner des Anmeldeverfahrens ist die Joseph-Beuys-Gesamtschule. Ihr Pendant in Rindern bleibt hinter den Erwartungen zurück. Am KAG und an der Realschule ist ein Losverfahren wahrscheinlich.
VON MARC CATTELAENS
KLEVE Die endgültigen Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen in Kleve liegen vor. Wie die Stadt Kleve gestern mitteilte, „wurden die Zahlen in Abstimmung mit den im Rat der Stadt Kleve vertretenden Fraktionen und im Sinne der Eltern zunächst intern mit den Schulleitungen beraten“. Danach stand fest: Insgesamt sind 531 Fünftklässler von ihren Eltern angemeldet worden. 119 Schüler haben sich für die Joseph-Beuys-Gesamtschule entschieden, 113 fürs Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, 101 für die Karl-Kisters-Realschule und jeweils 99 für das Konrad-Adenauer-Gymnasium und für die Gesamtschule am Forstgarten.
Nach Beendigung des Anmeldeverfahrens am 20. Februar fehlten zunächst Rückmeldungen von 40 Schülern (die RP berichtete). Von diesen haben sich inzwischen 21 für Klever Schulen entschieden, die restlichen 19 werden Schulen auf Kranenburger, Gocher oder Kalkarer Stadtgebiet besuchen.
Diese Folgen haben die Anmeldezahlen für die einzelnen Schulen: Großer Gewinner ist die Joseph-Beuys-Gesamtschule. Ihr fehlen insgesamt nur sechs Schüler, um in ihren fünf Eingangsklassen jeweils die vorgeschriebene Mindestzahl von 25 Schülern zu erreichen. Da sich an den Gymnasien und an der Karl-Kisters-Realschule mehr Kinder angemeldet haben, als Plätze für Verfügung stehen, wird es noch Verschiebungen geben. Somit ist es wahrscheinlich, dass die Joseph-Beuys-Gesamtschule ihre fünf Klassen füllen kann. Das ist für eine junge Schule, die als Sekundarschule gestartet war und gerade einmal ein halbes Jahr als Gesamtschule läuft, beachtlich.
Anders sieht es für die etablierte Gesamtschule am Forstgarten in Rindern aus. Die Anmeldezahl von 99 liegt unter den Erwartungen. Die Schule ist wie ihr Pendant an der Hoffmannallee ebenfalls fünfzügig ausgelegt, müsste dafür allerdings auf 125 Schüler kommen. Grundsätzlich gilt für die Rinderner Gesamtschule natürlich: Auch dorthin können Schüler kommen, die keinen Platz an den Gymnasien oder an der Realschule finden.
Der Stadtrat entscheidet am kommenden Mittwoch, 14. März, darüber, ob und wo so genannte Überhangklassen eingerichtet werden. Am wahrscheinlichsten ist, dass dies am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium geschieht, die Schule also eine vierte Klasse der Jahrgangsstufe fünf erhält. Das Konrad-Adenauer-Gymnasium (KAG) in Kellen mit seinen drei Eingangsklassen wird wohl rund zehn Schüler abgeben müssen. Auch die Realschule wird nur dreizügig laufen dürfen, also Schüler in etwa gleicher Anzahl an andere Schulen abgeben müssen. Am Ende wird wohl am KAG und an der Realschule per Loseverfahren entschieden, wer an die Schule darf und wer nicht.