Vom Nachwuchstrainer zum Junior Coach
foto: ISR
Die 18 Jung-Coaches, die in der Internationalen Schule am Rhein den Lehrgang absolvierten, haben den ersten Schritt zum Einstieg in das Trainergeschäft erfolgreich gemeistert.
Jugendliche aus sieben Schulen der Region nehmen in der ISR Neuss am Lehrgang des DFB teil.
Von Christos Pasvantis

NEUSS | Die abnehmende Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement ist ein leidiges Thema im gesamten Sport – insbesondere bei Übungsleitern im Nachwuchsbereich. Gegensteuern will daher der DFB: In der Internationalen Schule am Rhein (ISR) haben zwei Schülerinnen und 16 Schüler aus dem Umkreis erfolgreich ihre Ausbildung zum DFB Junior Coach abgeschlossen. Die Projektleitung übernahm Ex-Fußballprofi Karsten Baumann, der von einem intensiven Lehrgang sprach: „Die 18 neuen Coaches haben die einwöchige Ausbildung mit 40 Lerneinheiten hochmotiviert absolviert.“

Neben der ISR nahmen auch die Wilhelm-Humboldt-Gesamtschule Grevenbroich, das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Neuss, das Marie-Curie-Gymnasium, die Sekundarschule Gnadental, das Kaarster Albert-Einstein-Gymnasium sowie die Düsseldorfer Werner-von-Siemens-Realschule teil. Ziel des vom DFB bundesweit initiierten Lehrgangs ist es, insgesamt 20.000 Schülerinnen und Schüler zu jungen Fußballtrainern auszubilden. „Ich hoffe, dass die neuen Coaches ihr Wissen direkt in der Praxis in ihren Vereinen oder in den Fußball-AGs an ihren Schulen umsetzen“, sagte Baumann. So ist geplant, dass die mindestens 15 Jahre alten Neu-Coaches in einer einjährigen Praxisphase frühzeitig Trainererfahrung sammeln. Der Fußballkreisvorsitzende Dirk Gärtner unterstützt die Ausbildung: „Der Jugendbereich braucht viele qualifizierte und motivierte Trainer, hier werden wichtige Grundlagen gelegt. Von daher werden die Junior Coaches den Jugendfußball in Deutschland nachhaltig aufwerten.“

Projektleiter Mirko Schweikhard vom Fußballverband Niederrhein hob das besondere Engagement der ISR hervor, die den Lehrgang und die Abschlussfeier ausrichtete. Er appellierte an die Nachwuchscoaches: „Bitte geht in Eure Vereine und wendet das Wissen an, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Wir brauchen engagierten Nachwuchs, der den Fußball in den Vereinen nach vorne bringt.“

Alexander Weckauf von der unterstützenden Commerzbank sieht es ähnlich: „Im Kinder- und Jugendfußball ist der Bedarf an qualifizierten und motivierten Trainern hoch. Vereine und Schulen können ohne ehrenamtliche Trainer kaum die Nachfrage nach Fußballtrainings abdecken.“ Schließlich trage das Engagement auch zur persönlichen Entwicklung bei: „Ich freue mich, dass es so viele engagierte junge Menschen gibt, die sich trotz ihres immer strafferen Zeitplans ehrenamtlich für den Fußball engagieren und Verantwortung übernehmen. Das stärkt ihre Persönlichkeit und bereitet sie auf das Berufsleben vor.“