Lehrerkolumne
Alles neu nach den Ferien
Endermann, Andreas (end)
Lehrerkolumne Photo : Andreas Endermann
Diese Woche ist unser Autor der Neue. Als Kolumnist, aber auch an seiner Schule. Mit seinen Schülern teilt er Aufregung und Vorfreude.

In der letzten Phase der Sommerferien findet neben der Vorbereitung und Organisation von Unterricht  an meiner (neuen) Schule die pädagogische Woche statt. Diese Präsenzwoche für alle Lehrkräfte hat den Sinn und Zweck, ein gemeinsames Arbeitsverständnis im Kollegium zu entwickeln – ein wesentlicher Baustein für die erfolgreiche Weiterentwicklung einer Schule im Aufbau.

Auch wenn auf dem Schulgelände noch keine Schülerinnen und Schüler anzutreffen waren, so werden sie zu Hause auch Vorbereitungen getroffen haben. Schulranzen wurden aufgeräumt, Stifte sortiert, Bücher angeschafft und vielleicht auch schon ein bisschen gelernt.

Auch wenn dies alles, sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Lehrerinnen und Lehrer, schon nach Arbeit klingt, so verspürte ich eine gewisse Vorfreude auf das was kommt. Und auch in meiner Erinnerung habe ich mich doch auch als Schüler irgendwie immer wieder auf das neue Schuljahr gefreut und war motiviert.

Besonders für die kommenden Fünftklässler ist die letzte Phase der Sommerferien geprägt von Vorfreude, gepaart mit Aufregung und vielen Fragen: „Wie gefällt es mir an der weiterführenden Schule?“, „Wie finde ich meine Mitschülerinnen und Mitschüler?“, „Wie ist der neue Mathelehrer?“, „Komme ich mit den Inhalten gut zurecht?“. Fragen über Fragen, die ihnen noch keiner beantworten kann. Da es für mich nun nach eineinhalb Jahren in Velbert an eine neue Schule ging, teile ich das Gefühl und stellte mir auch Fragen: „Wie gefällt es mir an der neuen Schule?“, „Ist die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen unkompliziert?“, „Fühle ich mich in der Rolle des Lehrers auch an der neuen Schule genauso wohl wie an der alten?“, „Bin ich den Aufgaben einer Schule im Aufbau gewachsen?“ Hinzu kommt, dass ich eine fünfte Klasse leiten werde – da kamen weitere Gedanken und Fragen in mir auf …!

Irgendwie machte sich aber auch das Gefühl in mir breit, dass meine zukünftige Klasse und ich in einer sehr ähnlichen Lage sein würden – irgendwie ist alles neu! Diese Überlegung beruhigt mich und ich bin überzeugt: Mit dieser doch positiven Energie und Motivation können wir einen gemeinsamen Raum des Zusammenarbeitens und Lernens schaffen, in dem wir uns gegenseitig helfen, respektieren und tolerieren, um gemeinsam zu wachsen!

Autor Konstantin Runte  unterrichtet Mathematik, Sport und Biologie am Albert-Einstein-Gymnasium