Elephants verlieren auch mit Jamal Smith
   Foto: M. Ritters
Erzielte im Debüt 13 Punkte für die Elephants: Jamal Smith.
Zweiter Doppelspieltag bringt dem Regionalligisten Pleiten gegen Bayer Leverkusen II und Ibbenbüren.
Von Dirk Sitterle

GREVENBROICH | Selbst ein Transfercoup bescherte den Regionalliga-Basketballern der NEW’ Elephants kein Glück: Auch mit dem Pro B-erfahrenen Jamal Smith (Astrostars Bochum) brachte der zweite Doppelspieltag weitere Niederlagen beim TSV Bayer Leverkusen II (71:77/29:37) und daheim gegen die bringiton Ballers Ibbenbüren (77:82/Halbzeit 48:46). Die verheerende Zwischenbilanz nach sechs Spielen: 1:5-Siege.

In Leverkusen wurde der erst am Donnerstag zur Mannschaft gestoßene Smith direkt zum tragischen Helden: In der Schlussphase sorgte der 26-Jährige mit acht Punkten in Folge zunächst dafür, dass die Elephants mit noch 36 Sekunden auf der Spieluhr auf gleicher Höhe mit den Giants waren (71:71). Dann jedoch verdribbelte er sich im Ballvortrag und da nur noch zehn Sekunden zu spielen waren und die Gäste mit 71:73 zurücklagen, stuften die Schiedsrichter sein darauf folgendes (disqualifizierende) fünfte Foul als „unsportlich“ ein. Die Freiwürfe nutzte Lennard Winter (18 Punkte) zum 75:71, das zusätzlich gewährte Angriffsrecht mündete in weitere, von Jacob Engelhardt (17 Punkte) zum 77:71-Endstand verwandelte Freiwürfe.

Die erneute Niederlage ließ Manager Hartmut Oehmen ziemlich ratlos zurück. „Es ist uns in dieser Saison noch kein einziges Mal gelungen, eine komplett gute Partie abzuliefern, höchstens einzelne Viertel. Die Mannschaft wirkt mitunter lethargisch, wie scheintot.“ Vor allem in der ersten Hälfte eines Matches geht bei den Grevenbroichern oft gar nichts. „Wenn das Spiel anfängt, zeigen wir nicht das, was wir im Training anbieten“, so Oehmen weiter – und das liege nicht an Coach Jason Price: „Ganz ehrlich, wenn ich jetzt Trainer wäre, wüsste ich nicht, woran das liegt.“

Gute Noten in Leverkusen („Eine richtig gute Mannschaft – heiß, läuferisch top und mit guten Schützen.“) gab er nur Ryon Howard (22 Punkte, acht Rebounds), Bastian Becker (zehn Punkte) und mit Abstrichen Jahad Thomas (14 Punkte, sieben Rebounds). Der 24-Jährige ist seit Freitag eine Sorge los. Da bestieg nämlich sein immer noch verletzter Rivale John Murry (Mittelfußbruch) in Düsseldorf den Flieger, womit Thomas seinen Arbeitsplatz in Grevenbroich erstmal sicher hat.

Freude, davon ist Oehmen fest überzeugt, werden die Elephants auch noch an Jamal Smith haben. Der mit einem niederländischen Pass ausgestattete US-Amerikaner war in der vergangenen Saison als Nachverpflichtung (Debüt in Grevenbroich) mit 14,3 Punkten und 4,4 Rebounds im Schnitt am Aufstieg der Düsseldorf Giants in die Pro B beteiligt, avancierte dabei in der Landeshauptstadt sogar zum Publikumsliebling. Einen Vertrag für Liga 3 bekam er allerdings trotzdem nicht, der in Holland lebende Profi fiel den Restriktionen der „Local-Player-Regel“ zum Opfer.

Im Heimspiel gegen Ibbenbüren führte Grevenbroich zu Beginn des Schlussviertels noch mit 71:67 (32.), gab diesen Durchgang jedoch mit 10:17 ab. Jamal Smith legte starke 32 Punkte auf.