Elephants kämpfen weiter um US-Profi Troy Harper
   Foto: Anja Tinter
Soll am Freitag in Hagen unbedingt auflaufen: Troy Harper.
Der Aufbauspieler wartet weiterhin auf seine Arbeitserlaubnis.
Von Dirk Sitterle

GREVENBROICH | Und wieder läuft den NEW’ Elephants die Zeit davon. Weil die zunächst zuständige Ausländerbehörde des Rhein-Kreises in Grevenbroich den Antrag zur Erteilung einer Arbeitserlaubnis für Troy Harper nicht rechtzeitig bearbeitet hatte, fehlte der US-Profi dem Basketball-Regionalligisten am Samstag bei der 80:88-Heimniederlage gegen Recklinghausen. Ob der 23 Jahre alte Absolvent der Drexel University in Philadelphia am Freitagabend (20.15 Uhr) in der Otto-Densch-Halle gegen die BG Hagen für die Elephants auflaufen kann, ist weiterhin offen. „Jetzt aber liegt der Fehler definitiv nicht beim Kreis“, stellt Manager Hartmut Oehmen klar.

Seit dem 31. Oktober liege der Antrag stattdessen bei der zwischengeschalteten Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) in Duisburg. Mit erfreulich unbürokratischer Unterstützung von Thomas Stevens, stellvertretender Leiter der Ausländerbehörde des Rhein-Kreises, ist es Oehmen nach einem „Telefon-Marathon“ inzwischen aber gelungen, über den Umweg Bonn den richtigen Ansprechpartner ausfindig zu machen. „Und ich gehe davon aus, dass wir am Donnerstag einen Termin in Grevenbroich bekommen, womit die Chancen sehr, sehr gut stehen, dass wir Troy Harper am Freitag in Hagen einsetzen können.“ Der Aufbauspieler soll im Team von Coach Jason Price auf Anhieb eine Schlüsselrolle besetzen. Oehmen: „Er ist eine Waffe auf der Position 1. Er macht alle stärker.“

 Die Partie ist für beide Klubs von immenser Bedeutung: Hagen muss als Tabellenneunter vier Punkte auf den letzten Play-off-Rang gutmachen, Grevenbroich trennen nur zwei Zähler vom ersten Abstiegsplatz. Die Talfahrt der Gastgeber ist genauso überraschend wie die der Elephants, doch Oehmen hält nach wie vor große Stücke auf den Kontrahenten. „Das ist eine sehr, stark starke Offense-Mannschaft.“ Beim 96:104 am vergangenen Samstag in Rhöndorf knackten die Jungs von Trainer Kosta Filippou fast die 100-Punkte-Marke – dabei fehlten neben dem in der vergangenen Saison auch in Grevenbroich tätigen Topscorer Vytautas Nedzinskas (16,3 Punkte im Schnitt), auch Daniel Zdravevski, Pascak Zahner-Gothen und Tobias Wegmann. Jederzeit zu einem Punkte-Festival in der Lage sind Yannick Opitz (14,1), Sören Fritze (14,4) und der schon 35-jährige Marcus Ligons (13,9).

„Freitagabend in Hagen – es gibt leichtere Aufgaben“, weiß Oehmen, fügt aber sofort hinzu: „Wir sind an einem Punkt angelangt, wo du einfach so ein Ding wie das 90:63 in Herford nachlegen musst.“