Grundstein für die neue Synagoge gelegt
Foto: Gemeinde
Bert Römgens durfte den Grundstein einmauern.    
Von Christoph Kleinau

NORDSTADT | (-nau) Der sechste Tag im Monat Nissan des Jahres 5780 jüdischer Zeitrechnung war ein Freudentag für die jüdische Gemeinde in Neuss. Denn Bert Römgens konnte gemeinsam mit dem Bauunternehmer Andreas van Eyk den Grundstein für die Erweiterung des Gemeindezentrums an der Leostraße legen. Schon im Herbst soll die Gemeinde dort wieder eine Synagoge und damit eine spirituelle Heimat haben – 82 Jahre nachdem die Synagoge an der Promenadenstraße von Nazis gebrandschatzt worden war. Für die Grundsteinlegung war ursprünglich eine Feier mit vielen Gästen geplant, doch die musste wegen der Corona-Epidemie abgesagt werden. Am Termin wollte die Gemeinde aber festhalten, auch weil das Virus noch keinerlei Auswirkungen auf die Arbeiten auf der Baustelle hatte. Doch der Teilnehmerkreis wurde auf zwei Personen reduziert. Van Eyk verlas die Urkunde, die in einer plombierten Kapsel im Grundstein versenkt wurde, den Römgens anschließend einmauerte. Neben der Urkunde wurden zehn Shekel, ein kleines Israel-Bild, ein jüdisches Glückssymbol aus einem Kibbuz, ein Spielzeug zum Fest Chanukka und eine NGZ eingemauert.