Hoffen auf die 100-Jahr-Feier
Der Erkelenzer Heimatverein schickt seinen Mitgliedern wöchentlich eine „Botschaft der Hoffnung“ und passt sein Veranstaltungsprogramm zur 100-Jahr-Feier an.
Von Anke Backhaus

ERKELENZ | (back) De r Heimatverein der Erkelenzer Lande gibt seine neuen Ideen bekannt, denn: Die Coronakrise wird die Menschen noch einige Zeit beschäftigen. Das Vereinsleben, soweit es persönliche Kontakte betrifft, steht – eben auch im Heimatverein – still. Wann es wieder zu „lebendigen“ Begegnungen zurückfindet, ist noch vollkommen unklar.

Vorsitzender Günther Merkens sagt: „Dem Heimatverein ist es in dieser Situation wichtig, an die Aktivitäten des Vereins zu erinnern. Aus diesem Grund wird er allen Mitgliedern wöchentlich eine ,Botschaft der Hoffnung’ senden.“ Der Anfang wurde mit Mundartgedichten von Theo Schläger zur Coronakrise gemacht, es folgten dann zwei Stücke aus der letzten CD des Cornelius-Burgh-Chores. Weitere Musikstücke, zum Beispiel von der CD „Dennoch Heimat“, Wortbeiträge und Fotos werden folgen.

Mit diesen Botschaften will der Heimatverein der Erkelenzer Lande das Gefühl der Gemeinschaft im Verein und allgemein auch in der Krisenzeit aufrechterhalten. „Die im wahrsten Sinne des Wortes verrückten Zeiten bringen eigentlich alles durcheinander. Dazu gehört auch, dass die Veranstaltungen zu ,100 Jahre Heimatverein’ angepasst werden. Dies geschieht einmal wegen der behördlichen Anordnungen, aber auch wegen der Sorge um die Gesundheit unserer Besucher“, führt Merkens weiter aus. Einige Veranstaltungen sind bereits abgesagt, andere werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Der Heimatverein hofft, dass die offizielle Geburtstagsfeier am 3. Oktober stattfinden kann, ebenso wie die geplanten Veranstaltungen danach. Alle Einzelheiten zu den Veranstaltungen sind unter www.heimatverein-erkelenz.de abrufbar.

Der Heimatverein der Erkelenzer Lande hat bereits im Oktober 2018 – lange vor den vielen virtuellen Museumsrundgängen, die jetzt in der Corona-Krise angeboten werden – ein „echtes“ virtuelles Museum (www.virtuelles-museum.com) eröffnet. „Echt“ virtuell deshalb, weil es nicht darum geht, online Exponate zu zeigen, die ein Museum derzeit in seinen Räumen ausstellt, sondern Fotos, Filme und die Geschichte von verschwundenen Bauwerken, Ortschaften, Kultur und Landschafen im kollektiven Gedächtnis zu bewahren.

Nach wie vor ist das Virtuelle Museum rund um die Uhr erreichbar, steigende „Besucherzahlen“ erfreuen den Heimatverein und zeigen, dass gerade in diesen Zeiten ein Virtuellles Museum gefragt ist.

Der Heimatverein war aber nicht nur Trendsetter mit seinem Virtuellen Museum. Mit dem Hashtag #MuseenEntdecken nimmt das Museum in diesem Jahr am Internationalen Museumstag am 17. Mai teil. „Auf diese Weise werden uns viele Besucher aus ganz Deutschland und aus dem Ausland bei ihren digitalen Museumstouren entdecken“, ist Günther Merkens überzeugt.

www.erkelenz-heimatverein.de