Grünes Licht für Bauprojekt am Masurensee
6-Seen-Wedau: Grüne und Linke wollen aber noch Detailfragen geklärt wissen.
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(R.K.) Mit großer Mehrheit beschloss der Rat am Montag die Offenlage des Bebauungsplans für das Großbauprojekt 6-Seen-Wedau. In einem waren sich die Fraktionen einig: Die Entwicklung des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes in Wedau zu einem neuen See,- und Wohnquartier mit angrenzendem Gewerbegebiet ist für die Stadt zukunftsweisend. Kritische Anmerkungen gab es aber auch. Das Verkehrskonzept sei noch nicht stichhaltig genug und eine Quote an Sozialwohnungen von zwölf Prozent sei zwar „erfreulich, aber noch zu wenig“, sagen die Linken, die sich bei der Abstimmung enthielten. Die Grünen erklärten, dass sie die Offenlage „nicht behindern“ wollen. Aber die ökologischen und sozialverträglichen Planungen gingen nicht weit genug. Auch der Zugang zum Masurensee müsse möglich bleiben. Dies mache man auch, erklärte OB Sören Link. Der Zugang zum See bleibe offen. Zugleich betonte er aber auch: „Der Masurensee ist kein Badesee“.

OB Sören Link ist überzeugt davon, „dass wir den Nerv vieler Wedauer und Bissingheimer treffen. Viele Bürger unterstützen das Vorhaben“, erst recht, nachdem die zweite Brücke kommt und nach der Einigung mit den Kleingärtnern, deren Parzellen verlagert werden, und dem ETuS Wedau, dessen Vereinsheim dort bleibt, wo es ist. SPD-Ratsherr Dieter Lieske kritisierte die „Uferretter“, die ein Bürgerbegehren gegen die Wohnbebauung am Ufer des Masurensees anstreben. Die Offenlage wird wohl in drei Wochen erfolgen. Dann haben die Bürger sieben Wochen Zeit, ihre Einwände schriftlich einzureichen.Einzusehen sind die Pläne bereits unter www.6-seen-wedau.de im Internet.