Naturschützer: A3-Ausbau nicht umweltverträglich

HILDEN/LANGENFELD | (-dts/mei) Beim geplanten achtspurigen Ausbau der Autobahn A3 sei „keine umweltverträgliche Lösung“ möglich. So kommentiert die Sprecherin der Hildener BUND-Ortsgruppe, Claudia Roth, einen Behördentermin. Der Landesbetrieb Straßen NRW hatte dort erste Ergebnisse der Umweltuntersuchung entlang der Ausbaustrecke zwischen dem Kreuz Hilden und Opladen vorgestellt. Dabei konnte laut Karl-Wilhelm Bergfeld, Vorsitzender des BUND Langenfeld, das beauftragte umweltfachliche Planungsbüro „keine Ausbautendenz für die Erweiterung vorschlagen, weil die Konflikte auf beiden Seiten der A3 gleich groß sind“. Entweder müssten auf beiden Seiten Wohnhäuser einer breiteren Trasse weichen oder auf der einen Seite Wohnhäuser und auf der anderen wertvolle Naturschutz- oder Erholungsgebiete.

Dies gilt Bergfeld zufolge ebenso in Langenfeld im Bereich der Anschlussstelle Solingen/Langenfeld und dem Naturschutz- und FFH-Gebiet Further Moor wie auch in Hilden zwischen Elberfelder Straße und Rastplatz Ohligser Heide. „Was die Planer bei dem Termin als ,spannend’ bezeichnen, ist für die Menschen rechts und links der Autobahn dramatisch“, so der BUND-Ortsvorsitzende. Die Präsentation zeige „den Wahnsinn des Projekts“. Alle seien sich einig, „dass der Verkehr auf den Straßen deutlich reduziert werden muss. Trotzdem wird hier auf Grundlage überholter Verkehrsprognosen eine Planung weiter betrieben, bei der Mensch, Natur und Klima auf der Strecke bleiben.“ Die Verbreiterung der Trasse ließe sich durch computergesteuerte Verkehrslenkung vermeiden.

In der weiteren Planung wird eine Vorzugstrasse ermittelt, die dann Gegenstand des weiteren Planfeststellungsverfahrens wird. „Hierzu – und erst dann – ist gesetzlich auch ein Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen“, informiert Claudia Roth über das Verfahren.