Gerhard Peerenboom ist Millinger mit Hand und Fuß
RP-Foto: Fischer
Gerhard Peerenboom gehört beim SV Millingen sozusagen zum Inventar. Seit 1977 ist er Mitglied und nicht nur auf dem Platz aktiv, sondern auch mit helfender Hand bei Bauprojekten.

Der 54-Jährige ist seit 1977 Mitglied des SV Millingen. Mit dem Fuß ist er noch für die Alte Herren aktiv – aber er packt auch neben dem Platz kräftig an.

MILLINGEN |(ego) Jüngst hat die Stadt Rheinberg den Förderantrag für den Neubau des Sportheims auf der Anlage des SV Millingen bei der Landesregierung eingereicht. Sobald dieser genehmigt ist und die Bauarbeiten beginnen, ist auch Gerhard Peerenboom wieder an vorderster Front mit dabei. Denn der 52-Jährige ist einer, der immer mit anpackt und in seiner Freizeit für den SV Millingen lebt. Erst im vergangenen Jahr wurde Peerenboom auf Vorschlag des Vereins für seine ehrenamtliche Tätigkeit mit dem Ehrenamtspreis des Kreissportbundes Wesel ausgezeichnet.

Peerenboom ist seit 1977 Mitglied des SV Millingen. In seiner aktiven Laufbahn durchlief er alle Fußball-Juniorenteams des Vereins, von 1986 bis 2001 war er Spieler vorrangig der ersten Mannschaft und agierte meistens als Libero. Aber auch als Mittelfeldspieler zog er die Fäden. In der Saison 1987/1988 feierte er unter Trainer Karl Gerd Benga den Aufstieg in die Kreisliga A. „Das war sicherlich einer der schönsten Momente. Denn gerade in der Jugend haben wir mehr Niederlagen als Siege eingefahren. Aber trotzdem hatte ich immer Spaß am Fußball, da wir immer eine tolle Kameradschaft hatten“, erinnert sich der Maschinenbau-Ingenieur gerne zurück.

Im Jahr 2001 wechselte er dann zu den Alten Herren, mit denen er immer wieder als Spielertrainer erfolgreich war. In den Jahren 2001 bis 2007 und 2017 bis 2019 war er zudem Trainer der zweiten Senioren-Mannschaft, von 2015 bis 2017 Co-Trainer des A-Liga-Teams unter Thorsten Weist. Seit Sommer 2020 unterstützt er Sebastian Koepe in der A-Jugend. Zwischenzeitlich bekleidete er zudem das Amt des Abteilungskassierers. Aber auch im Nachwuchsbereich war Peerenboom als Trainer gefragt und äußerst beliebt.

Darüber hinaus hat Peerenboom schon immer kräftig mit angepackt. Bei den verschiedenen Arbeitseinsätzen auf der Millinger Platzanlage ist und war er – wie beim Bau der zwei Kleinspielfelder – immer wieder mit eigenen Gerätschaften und Fahrzeugen auch federführend mit dabei. „Da ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin und mein Bruder diesen weiter betrieben hat, ist es nicht schwer gewesen an einen Traktor oder Anhänger zu kommen.“

Neben dem SVM schlägt sein Herz aber auch für Borussia Mönchengladbach. Seit er klein ist verfolgt er die Spiele der Fohlen. „Gladbach hat sich toll entwickelt. Vor zehn Jahren haben sie noch gegen den Abstieg gespielt und jetzt haben sie in der Champions League gut gegen gehalten“, so der Borussen-Fan, der in seiner langen Millinger Geschichte nur zwei Jahre fremd gegangen ist. Von 2007 bis 2009 war er Trainer von Borussia Veen II. Trotzdem ist klar: „Der SV Millingen ist für mich meine zweite Heimat. Hier herrscht eine tolle Kameradschaft. Auch bei den Altenherren sind wir ein großer Freundeskreis.“

Von Uli van de Sandt, Abteilungsleiter der Alten Herren, gibt es nur lobende Worte: „Gerd ist fast 45 Jahre im Verein. Hat seit der Jugend bis zu den Alten Herren immer das Millinger Trikot getragen. Begleitet jedes Bauprojekt und kümmert sich auch um die Organisation bei den Alten Herren. Er ist sehr wichtig und eine gute Seele des Vereins.“

Neben dem Fußball verbringt Peerenboom seine Freizeit auch gerne mit Wandern und Fahrradfahren. „Ich bin gerne an der frischen Luft“, sagt Peerenboom, der in seiner Spielerzeit mit zwei schwereren Verletzungen zu kämpfen hatte. Mit 33 Jahren erlitt er einen Knorpelschaden im linken Knie, mit 45 Jahren kam noch ein Kreuzbandriss am rechten Knie dazu. „Aber zum Glück hab ich keine Probleme mehr und kann weiter mit meinen Ü50-Jungs auf dem Platz stehen und auch an den noch kommenden Projekten mithelfen.“