Neue Steganlage für den Yachtclub
Foto: Yachtclub Wuppertal-Hitdorf
Nichts hält für die Ewigkeit: Der Yachtclub Wuppertal-Hitdorf muss seine Steganlage am Rhein erneuern. Eine Finanzspritze kommt aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“.   

Die Hälfte der Finanzierung läuft über ein Förderprogramm des Landes NRW. Die Mitglieder packen alle mit an.

Von Marvin Wibbeke

HITDORF | Im kommenden Jahr ist es 70 Jahre her, dass der Yachtclub Wuppertal-Hitdorf gegründet wurde. Damals allerdings noch unter dem Namen „Segel-Club Wuppertal“. Nicht nur im Namen fehlte der Bezug zu Leverkusen, denn der Verein war ursprünglich bei Monheim am Rhein verortet. Knapp zehn Jahre später folgte der Umzug nach Hitdorf und schließlich auch die Namensänderung.

Noch nicht ganz so alt ist die Steganlage des Vereins, doch nach 40 Jahren sind die Altersspuren an den Schwimmpontons, also den Schwimmkörper, nicht mehr von der Hand zu weisen. „Gedanklich beschäftigen wir uns schon lange mit dem Bau einer neuen Steganlage, doch bisher fehlte stets das Geld“, berichtet der Vorsitzende Stephan Utzelmann. Stolze knapp 270.000 Euro kostet dieses Vorhaben. Im vergangenen Jahr hat das Land NRW das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ ins Leben gerufen. Der Yachtclub Wuppertal-Hitdorf hat sich beworben und in diesem Sommer eine Zusage erhalten. „Danach mussten wir eine detaillierte Finanzplanung aufstellen und vorlegen“, berichtet Utzelmann.

Die Hälfte der benötigten Summe wird von dem Förderprogramm übernommen, die andere Hälfte muss durch den Verein und seine Mitglieder aufgebracht werden. Und da werden alle mit anpacken, nicht nur im übertragenen, sondern im wörtlichen Sinne. „Es wird eine stressige Zeit für alle, die deutlich mehr Engagement im Vereinsleben erfordert als sonst. Doch alle wissen um das Problem und die Notwendigkeit der Arbeiten“, sagt Utzelmann und hofft, dass das Vereinsleben dadurch gestärkt wird.

Im Februar sollen die Arbeiten beginnen. Schritt für Schritt wird der Steg dann erneuert. Die Boote, die an dem jeweiligen Abschnitt liegen, werden dann temporär verschoben. Der Erneuerungsprozess werde sich wahrscheinlich durch das ganze kommende Jahr ziehen, vermutet Utzelmann. 27 Schwimmträger werden ausgetauscht. Die 160 Meter Steg sollen mit einem rutschfesten, strapazierfähigen Belag versehen werden, zudem wird die Anlage mit moderner LED-Beleuchtung und Wlan ausgestattet.

„Wenn wir mit allem fertig sind, wird es auch eine große Einweihungsfeier geben“, kündigt Utzelmann an. Bis dahin sind die 120 Mitglieder des Vereins aber gut ausgelastet – genau so wie der Hafen selbst. Mit 35 Booten ist er komplett ausgebucht.