Erste iPads an Realschule verteilt
N GZ-Foto: Salzburg
Schulleiter Torsten Sotowic zeigt Karina (13) ihr iPad.    

750 der 3400 bestellten iPads sind geliefert worden. Los ging es an der Realschule.

Von Stephan Seeger

KAARST | Torsten Sotowic ist glücklich. An seiner Realschule wurden nun die ersten iPads an die Schüler verteilt. Zuerst erhalten die Klassen 5 bis 9 ihre Endgeräte. Insgesamt sind das rund 350 von 450 Schülern. Die Klasse 10 wird mit den iPads ausgestattet, sobald die unteren Klassen der restlichen weiterführenden Schulen versorgt sind. In der kommenden Woche geht es an der Gesamtschule, dem Georg-Büchner-Gymnasium und dem Albert-Einstein-Gymnasium weiter. Insgesamt sind 750 der 3400 bestellten iPads an die Stadt geliefert worden. Schuldezernent Sebastian Semmler ist froh, dass es endlich losgeht: „Das Lernen im Distanzunterricht stellt alle Beteiligten vor eine besondere Herausforderung. Nicht nur technisch, sondern auch aufgrund des fehlenden persönlichen Austauschs. Wir hoffen, dass die Ausgabe der Geräte auch einen kleinen Motivationsschub für die Schüler mit sich bringt.“ Im September hatte die Stadt die Endgeräte bereits bestellt, nach einigen Lieferschwierigkeiten sind sie nun endlich da.

Für alle Geräte wurde ein Leihvertrag mit den Schülern abgeschlossen, der von den Erziehungsberechtigten unterschrieben wurde. Die Seriennummern der Geräte werden erfasst und den Leihverträgen zugeordnet. Zusätzlich wird auf jedes iPad in Abstimmung mit den Schulen ein App-Paket installiert und so eine Ortung der Geräte ermöglicht. In der Aula wurden die Geräte von Lehrkräften ausgepackt und eingerichtet. Die Videokonferenzen der Schüler werden mit dem Programm Microsoft Teams durchgeführt. „Das läuft super, wir haben bislang keine Probleme. Die Verbindungen sind sehr stabil“, erklärt Andrea Adrian, stellvertretende Schulleiterin der Realschule und verantwortlich für die Ausgabe der iPads. „Die iPads sind vollumfänglich nutzbar. Apps können installiert werden. Aber wir wollen beispielsweise bei einem Verlust die Möglichkeit haben, das Gerät wiederzufinden“, sagt Marcel Stelzmann vom Schulverwaltungsamt. Torsten Sotowic ist froh, dass durch die erste Lieferung nun auch die Schüler am Distanzunterricht teilnehmen können, die zu Hause nicht die notwendige Hardware haben. „So wird kein Schüler abgehängt. Der Unterricht beginnt um 8 Uhr, nun hat niemand mehr die Ausrede, er könne nicht an den Video-Konferenzen teilnehmen“, meint der Schulleiter.