Nisthilfen sichern den Steinkauz-Bestand
Foto: Stefan Schawo
Steinkäuze brüten gerne in der Nähe von anderen Paaren. Deshalb wurden mehrere Nistkästen im Hafen aufgehängt.

Eigentlich brüten die Vögel in Baumhöhlen. Da es davon aber immer weniger gibt, bietet der Nabu mit Nistkästen alternative Brutstätten an.

HAFEN |(brab) Der Naturschutzbund (Nabu) Düsseldorf hat in Kooperation mit dem Gartenamt am Golfplatz auf der Lausward drei neue Nistkästen für Steinkäuze befestigt, nachdem die alten marode geworden waren. Sieben Nisthilfen hängen damit nun wieder am Golfplatz, denn der Steinkauz brütet gern in der Nähe anderer Paare und liebt gemähtes Grünland. Aber auch einige neue Gebiete in Düsseldorf hat der Steinkauz mit Hilfe von rund 50 weiteren Nistkästen neu besiedelt. Dazu gehören der Rheinpark, die Urdenbacher Kämpe und das Naturschutzgebiet Himmelgeist. Der Bestand der Tiere ist somit auf rund 20 Brutpaare angewachsen.

Die rund ein Meter langen und 20 Zentimeter breiten Kästen haben einen S-förmiger Eingang, der das Eindringen von Mardern verhindert; der Boden wird mit Sägespänen bedeckt, da die Vögel keine Nester bauen. In diesem Zuhause hält sich das Weibchen etwa 45 Tage auf, die Jungvögel rund 30 Tage. Währenddessen versorgt sie das Männchen mit Regenwürmern, Käfern, Heuschrecken und Mäusen. Damit ist der Kauz wichtig für die Landwirtschaft und für Gärtner geworden, denn aufgrund der Klimaerwärmung haben sich die Mäuse zu einer Plage entwickelt.

Eigentlich brüten die Käuze in alten höhlenreichen Obstbäumen und Kopfweiden, doch davon gibt es nicht mehr viele. Mittlerweile ziehen deshalb etwa 60 Prozent der deutschen Steinkäuze ihren Nachwuchs in Nisthilfen auf. Bei dem Steinkauz-Projekt wird der Nabu seit 2010 unkompliziert durch die Landschaftspflegestation Hexhof sowie die Untere Naturschutzbehörde des Gartenamtes unterstützt.

Außerdem sucht der Nabu ehrenamtliche Gebietsbetreuer. Diese sollen bei abendlichen Spaziergängen ab März auf rufende Käuze achten, die Aktivitäten notieren und kontrollieren, ob die Kästen noch ordentlich hängen. An einem Kastenkontrollgang mit dem zuständigen Ornithologen kann teilgenommen werden. Weitere Infos gibt es per Email unter oeffentlichkeitsarbeit@nabu-duesseldorf.de.