Erftlauf-Comeback bringt Rekordergebnis
Foto: Novesia
Bei der 48. Auflage des Erftlaufs war auf der Wolker-Anlage jede Menge los.

So viele Aktive wie vor der 48. Auflage der Traditionsveranstaltung hatten noch nie gemeldet. Letztlich kamen auf der Wolker-Anlage knapp 900 ins Ziel. Organisatorisch lief bei der DJK Novesia Neuss trotz der Corona-Pause alles glatt.

Von Sophie Rhine

NEUSS | Die Freude darüber, dass der Erftlauf nach Corona-bedingter Pause am Samstag zum 48. Mal über die Bühne gehen konnte, war kaum zu übersehen: 1042 Meldungen gingen ein, was nach den 1001 Teilnehmern 2019 wieder einen neuen Rekord bedeutete. Rund 882 Aktive gingen bei bestem Laufwetter auf der Ludwig-Wolker-Anlage an den Start und kamen ins Ziel.

„Wir sind sehr zufrieden mit den Zahlen und hatten überall große Starterfelder“, sagte Henri Käsbach, Leichtathletik-Abteilungsleiter der DJK Novesia. „Besonders in den Schüler-Läufen gab es einen großen Zuwachs, so dass die Läufe nochmals getrennt werden mussten“, ergänzte sein Stellvertreter Maximilian Rhine-Gritz. Pünktlich und bei strahlendem Sonnenschein gingen die Läuferinnen und Läufer auf ihre Strecken, beschallt von der neuen Soundanlage und einem gut gelaunten Moderator Klaus Gaspers in Topform. Bei den Schüler- und Jugendläufen ging es immer erwartet knapp zu, aber auch über die fünf Kilometer lange Novesia-Runde blieb es bis zum Ende spannend: Nur sechs Sekunden trennten die ersten drei Finisher Dmitrii Korneev, Lothar Wyrwoll und Alex Paulien. Bei den Frauen hingegen war die Sache eindeutig: Sonja Vernikov gewann mit großem Vorsprung vor Eva Henneke und Annika Niederau, aber die drei ersten Läuferinnen blieben unter der magischen 20-Minuten-Marke. Im Ziel gab es wie üblich warmen Tee und erstmals auch kaltes Wasser als Durstlöscher der Stadtwerke Neuss. Beim Lauf über 15 Kilometer setzte sich wie erwartet Volker Goineau von der LG Braunschweig bei seinem ersten Start in Neuss in einer Zeit von 51:52 Minuten durch – mit der Zeit war er nicht ganz zufrieden, mit Strecke und Veranstaltung schon. Habtom Tedros von der TG Neuss, der bei den vorigen Läufen in Neuss fast schon ein Abo auf den Sieg hatte, konnte aufgrund einer Erkältung nicht an den Start gehen, schaffte es aber auch nicht, komplett auf den Erftlauf zu verzichten. Er zeigte sich höchst kollegial und begleitete seinen Bekannten Goineau die gesamte Strecke über auf einem Tretroller und machte sich auch in der Rolle als Motivator und Tempomacher gut.

„Es hat alles reibungslos geklappt und es gab wieder viel Lob für die Organisation und die schöne Strecke rund um den Reuschenberger Wald“, sagte Maximilian Rhine-Gritz. Einziges Ärgernis aus Sicht der Organisatoren: Die Schilder, die die Strecke markierten, wurden zum Teil geklaut und zerstört – dank Streckenposten und Sperrung der Straßen durch die Polizei aber auch kein Problem. Auch hochrangiger Besuch kam auf die Ludwig-Wolker-Anlage. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Sportamtsleiter Uwe Talke und sein Vertreter Christian Stoffels sowie Peter Ott von der SPD schauten den Läuferinnen und Läufern zu. Landtagsabgeordneter Jörg Geerlings feuerte seine Frau Marie-Florence auf der Novesia-Runde an, Sascha Karbowiak (SPD) aus dem Stadtrat ging sogar selber an den Start.

„Alle Sponsoren sind auch über die Pause dabeigeblieben und unterstützen uns weiterhin, zum Teil sogar mit noch größerem Engagement als vorher – einen großen Dank an alle dafür!“, sagte der Novesia-Abteilungsleiter Henri Käsbach und ergänzte: „Es war eine runde und gelungene Veranstaltung und viele haben sich gefreut, dass der Lauf in der Form stattfinden konnte. Läuferinnen und Läufer, aber auch alle Zuschauer und Helfer hatten viel Spaß beim Erftlauf, das war schön zu sehen.“ Trotz Teilnehmerrekord bei der 48. Auflage war es nicht zu voll auf der Anlage und laut Maximilian Rhine-Gritz „so entspannt, wie lange nicht, es gab keinerlei Komplikationen“, sagte er. „Alle waren sehr diszipliniert und haben sich an die Regeln gehalten – Kuchen und Suppe gab es nur mit Maske. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr und dann das große Jubiläum.“