Große Resonanz beim Handball-Camp des VfL Rheinhausen
Foto: Volker Herold
Bereits zum sechsten Mal organisierte der VfL das Camp für den Nachwuchs.   
Mehr als 100 Kinder und Jugendliche wurden von 20 Trainern betreut. Mit Klaus-Dieter Lübke-Naberhaus war ein renommierter Coach dabei.
Friedhelm Thelen

(the) Jugendhandball in Duisburg? Ein Blick in die Ligen ist in der aktuellen Saison nicht gerade ermutigend. Die A-Juniorinnen von Hamborn 07 spielen in der Regionalliga, was so kaum beabsichtigt war. Aber mangels Masse reichte die Bewerbung für die Qualifikation, um dort auch antreten zu können. Dann sind da noch die A-Junioren der JSG Hiesfeld/Aldenrade, die in der Oberliga auflaufen. Da sind die Dinge wichtig, die beinahe im Verborgenen passieren. „Der VfL Rheinhausen hat nun schon zum sechsten Mal in eigener Regie ein Handball-Camp auf die Beine gestellt“, sagt Uwe Kiel, der als Sportlicher Leiter an sich für die Frauen im Verein zuständig ist.

Was die Bergheimer da wieder einmal auf die Beine gestellt haben, ist bemerkenswert. Mehr als 100 Kinder haben in zwei Gruppen das Handballspielen intensiv trainiert. „Das war einmal das Energy Camp für die etwas erfahreneren Jugendlichen und das Basic Camp für die jüngeren Kinder“, so Kiel. Beide Camps folgten direkt aufeinander. „Ganz bewusst gab es einen Tag, an dem sie sich überschnitten haben, damit alle zusammenkommen.“

20 Trainer haben sich der Kinder und Jugendlichen angenommen. „Das waren zum Teil aktive Spielerinnen und Spieler, aber auch Trainer, die ohnehin im Verein tätig sind“, sagt Kiel. Oder auch Übungsleiter, die eigens für das Camp nach Rheinhausen kamen. Der renommierteste Trainer unter ihnen: Klaus-Dieter Lübke-Naberhaus. „Er lebt und arbeitet inzwischen in Leipzig, ist aber eigens für das VfL-Camp wieder nach Duisburg gekommen.“ Der Mann hat einen guten Ruf, war er doch einst Auswahltrainer beim Westdeutschen Handball-Verband und auch für den Deutschen Handball-Bund tätigt.

Für die Kids gab es von 8 bis 16 Uhr eine Rundumbetreuung. „Das war ein Fulltime-Job. Und ich muss es einfach betonen: Was die Eltern hier auf die Beine gestellt haben, was sie für die Versorgung der Kinder getan haben, das ist nicht selbstverständlich. So etwas gelingt nicht in jedem Verein“, lobt Kiel.

Die Kinder kamen aus dem VfL, aber auch benachbarten Vereinen. „Natürlich wollen wir damit auch Werbung für unsere gute Arbeit machen“, sagt Kiel. Denn der VfL würde mit seinem Nachwuchs gerne wieder in höheren Ligen antreten. „Unsere C-Mädchen haben ja bereits die Quali gespielt. Vielleicht passiert da in Zukunft noch etwas Positives“, sagt Kiel. Zumindest haben die Kinder und Jugendlichen nicht nur ein schickes Camp-T-Shirt bekommen, sondern auch einiges gelernt. Und das ist für die Zukunft auf jeden Fall positiv.