Der neue Nordpark nimmt Formen an
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Die Garten- und Landschaftsbauer legen derzeit Wege und Treppen im Nordpark an. Ende März wollen sie damit fertig sein.   
Der letzte Teil eines 2013 beschlossenen Gesamtkonzeptes wird derzeit umgesetzt.
Von Christoph Kleinau

NORDSTADT | An der Neusser Weyhe ist die Pflanzzeit schon vorüber. Damit der Nordpark irgendwann einmal seinen Namen verdient, schlagen auf der ehemaligen Liegewiese des ehemaligen Freibades bereits die ersten Bäume Wurzeln. Um sie herum: Baustelle. Aber im Frühjahr, da ist der Grünen-Fraktionsvorsitzende Michael Klinkicht ganz sicher, „können die Nordstädter eine neue Grünfläche in Besitz nehmen und flanieren oder Picknick machen“. Und das „nur“ neun Jahre nachdem sich seine Fraktion und – parallel dazu – der Initiativkreis Nordstadt für eine Öffnung des Schwimmbadgeländes ausgesprochen hatten.

Dem Initiativkreis hatte die Stadt eine Fertigstellung des dritten und größten Bauabschnittes zur Wiederherstellung der historischen Parkanlage schon im Jahr 2019 in Aussicht gestellt. Doch Joachim Goerdt als Vorsitzender hat Verständnis, dass die Verwaltung die Pflanzzeit abgewartet hat. Denn parallel hat die Stadt mit der Aufforstung des Kruchensbusch begonnen, wo noch immer die Spuren zu sehen sind, die der Pfingststurm „Ela“ 2014 hinterlassen hat. An der Herrichtung dieses Naherholungsgebietes ist dem Verein mindestens genauso gelegen.

Den Gärtnern folgten jetzt die Garten- und Landschaftsbauer. Bis Ende März, so berichtet ein Sprecher der beauftragten Firma Gilges Galabau aus Kaarst, sollen die Treppenanlagen, Wege und Rampen, die einen barrierefreien Zugang von Kivitzbusch, Wilhelmstraße und Neusser Weyhe ermöglichen, fertiggestellt sein. Danach folgt noch die Neuanlage eines Spielplatzes, zudem sollen im Park Stationen für den „Jungseniorensport“ installiert werden. Der Initiativkreis wünscht sich noch, dass der ehemalige Haupteingang vom Nordparkweg aus, den früher ein Torbogen markierte, wieder sichtbar wird. „Und Bänke werden natürlich auch noch aufgestellt“, sagt Goerdt.

Die Möglichkeit, den Nordpark zu revitalisieren, war in Reichweite gekommen, als mit der Entscheidung zum Umbau des Nordbades in ein Allwetterbad das Freibad und damit auch die große Liegewiese überflüssig wurden. Ende 2010 wurden dann die ersten Prüfaufträge erteilt, die in ein 2013 beschlossenes Gesamtkonzept mündeten. Die ersten beiden Module wurden am Nord- beziehungsweise Südrand der Fläche schon umgesetzt, „Phase drei“ aber wurde erst möglich, als 2018 die Neusser Bäder und Eissporthalle GmbH die Liegewiese freigab.