Freie Bürger in Kalkar möchten eine Dorf-App
Die Fraktion der FBK will für Kalkar eine Dorf-App vorbereiten. Ein Instrument, das die städtische Homepage ergänzen und für Bürger vielfach nutzbar wäre, sagt Günter Pageler.
Von Anja Settnik

KALKAR | (nik) Eigentlich hatte Günter Pageler (FBK) das Thema als offiziellen Antrag an den Rat formuliert. Weil er im Vorfeld der Sitzung aber den Eindruck hatte, dass die Sache bei den politischen Kollegen auf nicht genügend Interesse stieß, zog er ihn noch einmal zurück. „Ich wollte nicht, dass der Antrag einfach abgelehnt wurde, deshalb gehen wir jetzt etwas anders vor“, erklärt Pageler. Sein Projekt „Dorf-App“ soll nun tatsächlich erst einmal von Mitgliedern der Freien Bürger Kalkars vorbereitet werden. Wer helfen will, ist willkommen.

Eine Dorf-App ist ein Anwenderprogramm für Smartphones, die zum Ziel hat, Kommunen, Bewohner, Geschäftsleute und Besucher des Ortes näher zueinander zu bringen. Sie zeigt den Nutzern vergleichsweise unkompliziert die Dienstleistungen der Kommune auf und erleichtern den Kontakt zum gesuchten Ansprechpartner. Es geht um Informationen, die sicherlich auch auf einer gut gepflegten, zeitgemäßen Homepage der Stadt zu finden sind, aber auch um solche, die eher mit den Vereinen und anderen Gruppierungen zu tun haben. Die Dorf-App lebt davon, dass sich viele Bürger am Projekt beteiligen; ein „lokales Facebook oder WhatsApp“ sozusagen, „aber mit besserem Datenschutz“, versichert FBK-Fraktionsvorsitzender Pageler.

Die Internetseite der Stadt Kalkar soll laut Bürgermeisterin in zwei Jahren erneuert werden, es ist anzunehmen, dass sie dann auch benutzerfreundlicher sein und den Bürgern mehr Teilhabe ermöglichen wird. „Eine App ist aber schneller und unkomplizierter“, meint Pageler. „Gerade jetzt in Corona-Zeiten wäre es toll gewesen, sie schon nutzen zu können, denn Schulen und Vereine haben viel mitzuteilen.“ Sein Plan: Mitglieder der Freien Bürger werden jetzt erst einmal beginnen, Grundlagen für die App zu entwickeln, wer mitmachen möchte, ist sehr willkommen. Und wenn das Projekt schon etwas vorzuweisen hat, möchte er es gerne noch einmal der Politik vorstellen.