Der Traum vom eigenen Kletterturm
GraFik: Klimpansen
Ein Entwurf, wie der Kletterturm aussehen könnte.    
Die Sonsbecker Klimpansen vergeben Patenschaften. Sie müssen einen sechsstelligen Betrag zusammenbekommen.
Von Danina Esau

SONSBECK | Die Klimpansen des SV Sonsbeck sind ihrem großen Traum einer eigenen Kletteranlage im Willy-Lemkens-Sportpark wieder ein Stückchen nähergekommen. Die Mitglieder halten zusammen, auch die Leichtathletik-Abteilung unterstützt das Projekt finanziell. Der Brunnenlauf wurde wegen der Corona-Krise als virtuelle Solo-Veranstaltung mit über 350 Teilnehmern durchgeführt, ein Drittel der Startgelder, rund 575 Euro, ging an die Klimpansen-Gruppe, in der seit 20 Jahren inklusiv geklettert wird. „Unser Projekt Kletterfels nimmt immer mehr Gestalt an“, sagt Norbert Quinders, einer der Übungsleiter.

Die Finanzierung des Kletterturms stellt den SV Sonsbeck vor eine große Herausforderung. Es werden 350.000, womöglich sogar 380.000 Euro benötigt. Die maximale Fördersumme von 250.000 Euro bekommen die Klimpansen aus dem europäischen Förderprogramm Leader. So fehlt also noch ein sechsstelliger Betrag, den der SVS selber aufbringen muss. „Eine nicht unerhebliche Zahl von Personen, Initiativen und Stiftungen hat aber bereits ihre Unterstützung zugesagt, so dass die Realisierung dieses besonderen Projektes in greifbare Nähe rückt“, weiß Quinders.

Um nun noch die fehlenden Eigenmittel durch Spenden finanzieren zu können, haben die Klimpansen eine Aktion ins Leben gerufen. Mit „3,2,1 ... meine Kletterroute!“ können Interessierte, die etwas Geld beisteuern möchten, eine Patenschaft für eine Kletterroute übernehmen. Am Kletterfelsen wird’s um die 40 verschiedenen Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden geben, die nach einem Firmenslogan oder Gruppenmotto benannt werden können. Auf dem Gelände der Kletteranlage wird dann eine Hinweistafel mit dem Slogan und des Spenders angebracht; außerdem die Route mit einer Verlinkung zur namensgebenden Firma oder Gruppe im Internet veröffentlicht.

Eine Routenpatenschaft erreichte die Klimpansen sogar schon aus Übersee. Der ehemalige SV-Fußballer Andreas Ingenfeld, der nach Kanada ausgewandert ist und in Winnipeg eine Bäckerei betreibt, wird seine Route nach dem Namen seines Geschäfts „The Crusty Bun“ (das knusprige Brötchen) benennen. „Ein prima Name für eine Kletterroute“, findet Quinders. Auch die Leichtathleten, die als Dankeschön für ihre Spende eine Patenschaft bekommen haben, überlegen sich zurzeit eine passende Bezeichnung für ihre Route.

Von den insgesamt 40 Routenpatenschaften sind bereits um die zehn vergeben worden. Die Klimpansen bieten mehrere Varianten der Patenschaft an. So gibt’s auch die Möglichkeit, einen Kletternachmittag zu erleben oder die Variante, den Kletterschein des Deutschen Alpenvereins zu erlangen.

Die Corona-Krise hat dem Projekt allerdings einen „kleinen Dämpfer“ verpasst. Statt bis Ende diesen Jahres haben sich die Klimpansen vorgenommen, das Geld bis Mitte 2021 für ihren Kletterturm zusammenzubekommen. „Haben wir die Summe dann beisammen, können wir direkt in die Bauphase gehen“, sagt Quinders. Zurzeit planen sie, im Frühjahr 2022 ihr Traumprojekt in die Realität umzusetzen. Der Turm sei nicht nur für die Klimpansen von großer Bedeutung. „Auch die Region wird sicherlich von ihm profitieren“, sagt der Klimpansen-Übungsleiter.

Info
Klimpansen suchen weitere Paten

Umterstützung Auf der Internetseite www.klimpansen.de werden alle Varianten für eine Patenschaft beschrieben. Es gibt zudem ein Onlineformular, in dem Interessierte sich für eine Patenschaft eintragen können. Ansprechpartner für die Aktion „3,2,1...meine Kletterroute!“ ist Norbert Quinders, er ist zu erreichen unter Tel. 0172 5729565.