Zweite Runde der Summer School in Geldern startet
Foto: Terhorst
Torben Sowinski und Birgit Hartmann in einem der Unterrichtsräume, die Stimmung ist offenbar bestens.   
Für das Projekt in Geldern habe es viele positive Rückmeldungen gegeben, berichten die Organisatoren.

GELDERN | (RP) Für die Organisatoren steht fest: Die erste Gelderner Summer School, ein Angebot der Gesamt- und Realschule An der Fleuth, ist ein voller Erfolg. „Die Resonanz ist bislang wirklich super“, sagt Birgit Hartmann, stellvertretende Schulleiterin der Gesamtschule. „Von den Kindern haben wir viele positive Rückmeldungen bekommen. Viele Schüler freuen sich einfach, dass sie nach dem Home-Schooling während der Corona-Lockdown-Zeit vor den Ferien jetzt wieder in einem normalen Unterrichtssystem lernen können.“

Insgesamt hatten sich 140 Fünft- und Sechstklässler Kinder für das Ferien-Unterrichtsangebot der beiden weiterführenden Schulen angemeldet. Unterrichtet werden die Kinder von Lehrkräften sowie von knapp 40 Neunt- und Zehntklässlern, die nach dem Motto dabei sind: „Schüler helfen Schülern.“

Angeboten werden die Fächer Englisch und Mathe sowie „DaZ“ (Deutsch als Zweitsprache). Am Freitag ging der erste von zwei Blöcken zu Ende. Am ersten Block haben knapp 100 Schüler teilgenommen. Die Gruppen bestanden aus zwölf Schülern, die von drei älteren Schülern sowie ein bis zwei Lehrkräften betreut wurden.

Am Montag startet der zweite Block, der auch wieder über zwei Wochen geht. Die Einheiten finden ebenfalls montags, mittwochs und freitags von 9 bis 13 Uhr statt.

„Wirklich besonders ist, dass sich die älteren Schüler freiwillig dafür gemeldet haben, den jüngeren bei der Bewältigung der Aufgaben zu helfen“, sagt Birgit Hartmann, die die Ideengeberin der ersten Gelderner Summer School ist. Sie war es auch, die die Realschule An der Fleuth als Kooperationspartner mit ins Boot holte. Dort war schnell klar, „dass wir mitmachen“, sagt Torben Sowinski, stellvertretender Realschulleiter. „Wir haben bei unseren Neuntklässern gefragt, wer Interesse hat, freiwillig teilzunehmen“, sagt er. Knapp 30 der älteren Realschüler haben sich schnell gemeldet, hinzu kommen etwa zehn weitere ältere Schüler, die ebenfalls freiwillig mit dabei sind - unter anderem von den beiden Gelderner Gymnasien. „Auch die älteren Schüler profitieren von der Summer School“, sagt Hartmann. „Sie wiederholen durch die Unterstützung in den Einheiten zum Beispiel selbst Lerninhalte und erhalten auch eine Bescheinigung darüber, dass sie freiwillig teilgenommen haben.“

Beide Pädagogen betonen zudem, dass „die Summer School ohne die schnelle Bereitschaft der Kollegen, die sich freiwillig für die Betreuung während der Summer School gemeldet haben, nicht möglich gewesen wäre“. Auch das Schulamt der Stadt Geldern habe „sofort mitgezogen, als wir die Idee vorgestellt haben“, sagt Hartmann. Ebenso hätten sich schnell Sponsoren gefunden, die das besondere Projekt finanziell unterstützt haben.