Elephants müssen direkt hellwach sein
.   Foto: Anja Tinter
Am Sonntag präsentieren sich Simon Königs und die Elephants Grevenbroich zum ersten Mal in dieser Saison ihren Fans. Am Freitag geht es zunächst nach Herten

Nach dem Auftaktsieg in Hagen und der anschließenden zweiwöchigen Pause beschert der Spielplan dem Basketball-Regionalligisten aus Grevenbroich nun gleich zwei Partien in drei Tagen. Am Sonntag steht die Saisonheimpremiere an.

von Dirk Sitterle

GREVENBROICH | Nach dem recht smoothen Start in die Saison – auf den überaus korrekten 98:87-Sieg im ersten Match bei der BG Hagen folgte ein spielfreies Wochenende – müssen die Basketballer der NEW’ Elephants nun direkt den Turbogang einlegen. Denn die Regionalliga West bittet zum Doppelspieltag: Am Freitag (20 Uhr, Rosa-Parks-Gesamtschule) warten die Hertener Löwen und am Sonntag (16 Uhr) steht am Torfstecherweg in Gustorf die verspätete Heimpremiere gegen die BG Dorsten auf dem Programm.

Der Fahrplan von Trainer Ken Pfüller, zurück von seinem Einsatz als Headcoach des WBV-Kaders 2006 und jünger (männlich) im Bundesjugendlager in Heidelberg, sieht folgendermaßen aus: „Wir bereiten uns auf Herten vor und versuchen dann auf Dorsten umzuschwenken.“ Also der Reihe nach: Die Löwen unterlagen zum Auftakt Dorsten mit 79:87, hielten sich damit jedoch nicht lange auf und schlugen nur eine Woche später den Neuling Telekom Baskets Bonn II mit 101:87. Allerdings wäre auch gegen Dorsten viel mehr möglich gewesen, lagen die ohne Matthias Perl, Lavon Hightower (von Schalke 04 aus der Pro A gekommen) und Jason Tolkmit angetretenen Hausherren doch in der zweiten Hälfte mit bis zu 21 Punkten vorne. Zum Matchwinner für die Gäste avancierte schließlich US-Profi Mark Gordon mit satten 40 Punkten.

Tolkmit und Hightower fehlten auch gegen Bonn, doch diesmal führte Matze Perl Regie. Der erfahrene Aufbauspieler war mit 24 Punkten Topscorer der Löwen, erhielt im Angriff Unterstützung vom Deusch-Finnen Leevi Erkkilä (21 Punkte, 5/10 Dreier) und Nils Strubich. Bitter: Am Montag beendete Trainer Cedric Hüsken das Training vorzeitig, weil in Tarik Jakupovic, Noah Wierig und dem Schweden Andrew Lundström drei weitere Akteure angeschlagen vom Feld gehumpelt waren.

In Herten hatte Dorstens Neuzugang Mark Gordon mit 40 Punkten und zehn Rebounds einen Einstand nach Maß gefeiert. Bei der Niederlage gegen Rhöndorf waren es für den 1,96 Meter großen Absolventen der Keiser University in Fort Lauderdale/Florida immerhin noch 26 Zähler. Stets verlassen kann sich Coach Franjo Lukenda auch auf Aufbauspieler Nderim Pelaj und Center Willi Köhler.

Mit dem sperrigen WBV-Pokalsieger von 2019 (im Finale gegen die Elephants) wird sich Pfüller freilich erst nach dem Freitagabendspiel beschäftigen. „Natürlich kenne ich beide Gegner, weiß, was die können. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Für mich ist aber wichtiger, dass wir die Zeit nutzen, um uns selber weiterzuentwickeln. Wir müssen jetzt nicht eine Woche über Herten und Dorsten reden.“ Mit den Partien verbindet er den Plan, sich im gehobenen Mittelfeld der Liga festzusetzen. Genau da sieht er nämlich die Kontrahenten vom Wochenende. Von Vorteil ist sicher, „dass, Stand jetzt, alle spielen können“, sagt der Coach. Zum Start in Hagen hatten die Elephants fast schon überperformt, sieht Pfüller die Volmestädter am Saisonende doch sicher unter den Top 5. „Die werden ihren Rhythmus noch finden.“

 Bereits getan hat das der von vielen Experten als Geheimfavorit gehandelte Deutzer TV, der sich spätestens nach dem 78:50-Erfolg beim Aufstiegskandidaten BBG Herford einen neuen Kampfnamen zulegen sollte. „Kellerkinder“ passt einfach nicht mehr. Und sonst noch? Topscorer im Westen ist nach zwei Spieltagen natürlich Dorstens Mark Gordon mit 33 Punkten im Schnitt. Dahinter folgen der Bonner Jeremy Lewis mit durchschnittlich 27,0 und Hertens Leevi Erkkilä mit 24,0 Zählern. Derweil müssen die ebenfalls mit zwei Siegen gestarteten bringiton Ballers Ibbenbüren wohl einen Monat auf ihren Kapitän Benjamin Fumey verzichten. Der ProA-erfahrene Center zog sich beim 83:71-Erfolg gegen Wulfen einen Muskelfaserriss in der Wade zu.

Info

Elephants wollen als Team erfolgreich sein

Teambasketball Beim Sieg in Hagen hatten für die Elephants in Basti Becker (18), John Murry (16), Dzemal Selimovic, Marc Raß (13), Andrija Blatancic (10) fünf Spieler zweistellig gepunktet.

Sicher aus der Distanz Mit 16 Dreiern (bei 41 Versuchen) für eine Quote von 39 Prozent stach Grevenbroich sogar die Scharfschützen aus Hagen (26,1%) aus.